Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf: Mit diesen Posten müssen Sie rechnen
Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler: Die Nebenkosten machen einen erheblichen Teil des Kaufpreises aus. So kalkulieren Käufer in Niedersachsen richtig.
von Thomas Stange

Wer eine Immobilie kauft, zahlt mehr als den reinen Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten sollten Sie von Anfang an einplanen – sie werden meist nicht von der Bank mitfinanziert und müssen aus Eigenkapital aufgebracht werden.
Die vier großen Posten in Niedersachsen
1. Grunderwerbsteuer
In Niedersachsen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,0 % des Kaufpreises. Sie ist nach dem Notartermin fällig; erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne die keine Eigentumsumschreibung erfolgt.
2. Notar- und Grundbuchkosten
Für Beurkundung und Grundbucheintrag fallen zusammen rund 1,5 bis 2,0 % des Kaufpreises an. Der Notar ist gesetzlich vorgeschrieben und neutral – er vertritt weder Käufer noch Verkäufer, sondern sorgt für einen rechtssicheren Ablauf.
3. Maklerprovision
Seit Dezember 2020 wird die Provision beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern durch Verbraucher zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Was das konkret bedeutet, lesen Sie im Beitrag Maklerprovision in Niedersachsen.
4. Finanzierungsnebenkosten
Hinzu kommen je nach Finanzierung Kosten für die Grundschuldbestellung (Notar und Grundbuch) sowie ggf. für ein Wertgutachten der Bank.
Rechenbeispiel
Bei einem Kaufpreis von 350.000 € entfallen rund 17.500 € auf die Grunderwerbsteuer und etwa 5.250 bis 7.000 € auf Notar und Grundbuch – also bereits gut 22.000 bis 25.000 € ohne Maklerprovision. Planen Sie diesen Betrag von Beginn an in Ihre Finanzierung ein.
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